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Alternative risikoarme Altersvorsorge

Ein paar weitere Möglichkeiten, dein Alterseinkommen aufzubessern, möchten wir dir nicht vorenthalten. Darunter fallen private Rentenvers…

Letztes Update: 18.06.2024

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Ein paar weitere Möglichkeiten, dein Alterseinkommen aufzubessern, möchten wir dir nicht vorenthalten. Darunter fallen private Rentenversicherungen oder die Vermietung und Verpachtung von Immobilien.

Private Rentenversicherung ohne staatliche Förderung

Private Rentenversicherungen werden von vielen Versicherern angeboten. Sie bieten jedoch keine Steuerersparnisse während der Einzahlungsphase wie die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Rürup-Rente oder staatliche Zuschüsse wie Riester-Verträge. Die Flexibilität und Kosten dieser Versicherungen können stark variieren, und die Abschluss- und Verwaltungskosten fressen oft einen erheblichen Teil der Rendite auf, die je nach Vertrag ohnehin nicht besonders hoch ist.

Einige Verträge ähneln einem Fondssparplan, was bedeutet, dass die Versicherung für dich einen Fonds anlegt, den du auch selbst verwalten könntest. Dabei kassiert sie Verwaltungsgebühren, während du das Risiko trotzdem trägst – ein schlechter Deal. Unterm Strich ist die Rendite einfach geringer als mit einem selbstverwaltetes Depot.

Ein Vorteil dieser Versicherungen sind garantierte Mindestsummen. Allerdings hindert dies viele Versicherer daran, in risikoreichere, renditestarke Anlagen zu investieren, was langfristig nachteilig sein kann.

Insgesamt stehen hohe Kosten niedrigen Renditen gegenüber. Wir empfehlen daher, bis auf Weiteres die Finger davon zu lassen. Diese Verträge sind oft schwer durchschaubar und binden dich über einen langen Zeitraum. Besser sind die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Basis-Rente.

Immobilien als Altersvorsorge

Immobilien als Altersvorsorge sind bei vielen, insbesondere Selbstständigen, sehr beliebt. Vermietete oder verpachtete Objekte ermöglichen, im Alter ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen. Dabei gibt es jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile zu beachten.

Vorteile von Immobilien zur Altersvorsorge

Ein großer Vorteil von Immobilien ist, dass sie ein wieder verkäufliches Anlagegut darstellen. Im Vergleich zu anderen Anlageformen wie Aktien oder Anleihen, deren Wert schwanken kann, ist der Wert einer Immobilie tendenziell stabiler. In Ballungszentren waren die Renditen in den vergangenen Jahren enorm, was höhere Erträge als viele andere Anlageformen verspricht. Zudem kann man die Immobilie später selbst nutzen, was eine zusätzliche Option darstellt.

Immobilien bieten in der Regel auch einen guten Inflationsschutz. Die Mieteinnahmen steigen tendenziell im Laufe der Jahre, was die Rendite der Immobilie erhöht.

Nachteile von Immobilien als Altersvorsorge

Im Gegensatz zu Aktien und ETFs sind die Renditen von Immobilien oft niedriger. Der Kaufpreis einer Immobilie ist in der Regel höher als der vieler anderer Anlageformen.

Hohe Folgekosten wie Reparaturen, Instandhaltung, Versicherungen und Steuern können die Rendite einer Immobilie erheblich beeinträchtigen.

Obwohl die Wertentwicklung von Immobilien in der Vergangenheit stabil war, gibt es keine Garantie dafür, dass dies in Zukunft so bleibt. Faktoren wie demografische Entwicklungen und Zuwanderung beeinflussen den Wert einer Immobilie maßgeblich.

Sobald du dich um eine Rentenversicherung und deinen Aktien-ETF-Sparplan gekümmert hast, empfiehlt es sich später, wenn du Ressourcen übrig hast, einen Teil deines Geldes in eine Immobilie zu investieren. Zwar ist die erwartete Rendite niedriger, aber du diversifizierst deine Vermögensanlagen. 


Je früher du dich um deine finanzielle Zukunft kümmerst, umso entspannter wird der Rest deines Lebens.

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